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Vorgangsweise zur Erlangung eines Kostenzuschusses zur Psychotherapie durch die Krankenkasse


1. Bestätigung durch einen Arzt

Eine Leistungspflicht der Krankenkasse ist dann gegeben, wenn eine psychische Störung vorliegt, die als Krankheit anzusehen ist. Für Beratungen, Seminare, Selbsterfahrungsgruppen und dergleichen werden von der Krankenkasse keine Kosten übernommen.

Um den Kostenzuschusses zu erlangen, muss spätestens vor Beginn der zweiten psychotherapeutischen Sitzung eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden. Sie soll sicherstellen, dass die Beschwerden nicht auf organische Krankheiten zurückzuführen sind. Der Klient bringt die ärztliche Bestätigung in die zweite Therapiestunde mit.
 

2. Bewilligungsfreie Therapiestunden

Der Klient nimmt 10 bewilligungsfreie Therapiestunden in Anspruch und bezahlt dafür voll.
 

3. Honorarnote und Bewilligungsantrag

Der Klient bekommt eine Honorarnote über die ersten 10 Stunden und zugleich damit den vom Psychotherapeuten ausgefüllten Bewilligungsantrag für insgesamt 60 Stunden Psychotherapie, das heißt für weitere 50 Stunden.
 

4. Einreichung bei der Krankenkasse

Der Klient reicht Honorarnote und Bewilligungsantrag bei der Krankenkasse ein und bekommt den Kostenzuschuss für die ersten 10 Therapiesitzungen auf sein Konto überwiesen.

Im Fall einer positiven Erledigung des Bewilligungsantrages wird der Kostenzuschuss bis zur 60. Sitzung gewährt und jeweils nach Einreichung der Honorarnote dem Klienten überwiesen.
 

5. Weiterer Bewilligungsantrag

Vor der 61. Sitzung ist bei Bedarf ein weiterer Bewilligungsantrag einzureichen mit Begründung der Notwendigkeit von weiteren Sitzungen.

Nähere Informationen insbesondere zur Höhe des Kostenzuschusses durch die einzelnen Krankenkassen in Österreich.